Energiesparen heute – neun Tipps, um Energiekosten zu senken

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Beim Blick auf das Hauskonto oder die Abrechnung vom Vermieter stellt der ein oder andere Eigenheimbesitzer bzw. Mieter jedes Jahr aufs Neue fest, dass die Energiekosten ordentlich zu Buche schlagen. Leider geht der Trend auch weiter in Richtung Peissteigerungen – Strom und Heizkosten werden also auch in Zukunft teurer. Ganz gleich, ob Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung mit Erdgas, Öl, via Wärmepumpe oder mit Hackschnitzeln heizen – in unserem Beitrag möchten wir Ihnen Tipps geben, wie Sie Ihre Energiekosten Schritt für Schritt senken können. Das schont nicht nur Ihren Geldbeutel, sonder auch die Umwelt. Die aufgeführten Ratschläge sind nicht nur leicht durchzuführen, Sparen und nachhaltiges Handeln kann sogar richtig Spaß machen!

  1. Alte Heizung austauschen

Alte Heizkessel können wahre Energiefresser sein…
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Diesen Punkt möchten mutmaßlich die wenigsten von uns durchlesen, wenngleich dem ein oder anderen Hausbesitzer klar ist, dass dieses Projekt oftmals nicht bis in die Ewigkeit hinausgezögert werden kann. Erwiesenermaßen sind die Kosten für die Erwärmung der Räumlichkeiten die mit Abstand höchsten im Vergleich zu Strom, Warm-Wasser etc. Uralte Ölheizungen sind jedoch leider auch heute noch in vielen Gebäuden verbaut und ziehen hohe Energieverluste nach sich.

Bei Kessel ab einem Alter von etwa 20 Jahren lohnt sich der Gedanke an einen Austausch durchaus. Natürlich kostet selbiger erst einmal jede Menge Geld – je nach dem für welche Art von Heizung Sie sich entscheiden, entstehen Kosten von wenigen tausend bis rund 20.000 Euro. Wird Ihre alte Heizung jedoch durch eine neuwertige ersetzt, sparen Sie teilweise Heizkosten von 30% und mehr. Gerade in Verbindung mit der beliebten Solarthermie ist noch weit größeres Sparpotential drin. Nach einigen Jahren hat sich die Investition also in jedem Fall amortisiert.

Falls Sie unsicher sind, was das Alter und den Verbrauch Ihrer Heizung anbelangt, können Sie jederzeit einen Fachmann oder Ihren Schlotfeger um Rat fragen.

2. Fenster und Türen abdichten

Viele Menschen unterschätzen die Wirkung von modernen und gut abgedichteten Fenstern und Türen leider nach wie vor. Gerade durch die vielen Fenster in Häusern verlieren selbige jede Menge wertvolle Wärme – und damit Ihr bares Geld. Auch hier gilt: Wer langfristig viel sparen möchte, kommt um dichte Fenster und Türen nicht herum; unser Punkt zwei setzt also ebenfalls eine Investition voraus, sorgt aber langfristig für jede Menge Sparpotential.

Was aber können Sie als Mieter tun, wenn Ihre Fenster undicht sind? Weisen Sie Ihren Vermieter bitte darauf hin (am besten in Schriftform), damit dieser den Mangel beheben kann. Zugluft durch die Fenster verursacht nicht nur ein unangenehmes Wohngefühl, es kann sich zusätzlich leicht Schimmel bilden. Bei einem kompletten Austausch von Fenstern und Türen kann der Vermieter die Kosten jedoch teilweise auf die Mieter umlegen – schließlich handelt es sich hierbei um Modernisierungskosten, von welchen auch der Mieter profitiert.

Undichte, zugige Fenster und Türen sollten erneuert werden
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3. Nicht unnötig heizen

Was einleuchtend klingt, wird leider oftmals nicht beherzigt: Räume, in denen sich niemand aufhält, brauchen nicht (zumindest nicht stark) beheizt zu werden. Eine Abstellkammer, der Hausflur, ein meist ungenutzes Büro, ein Gästezimmer usw. findet man in vielen Häusern; genutzt werden diese Räumlichkeiten jedoch selten. Natürlich ist es dennoch wichtig, auch diese Räume regelmäßig zu lüften und – falls Sie ein Problem mit Schimmel haben – nur geringfügig zu heizen.

Auch das Schlafzimmer braucht nicht stark beheizt, dafür jedoch täglich ausreichend gelüftet werden. Schließen Sie die Türen von Ihren beheizten Räumen wie beispielsweise dem Wohn- und Essbereich, Kinderzimmern oder der Küche, um Wärmeverlust zu vermeiden. Gerade berufstätige Menschen sind in vielen Fällen über acht Stunden und länger nicht zuhause – die Heizung in den eigenen vier Wänden läuft also stundenlang umsonst. Drehen Sie die Heizung zurück oder – je nach Belieben – ganz ab und heizen Sie nur, wenn Sie die Wärme auch nutzen können.

Im digitalen Zeitalter ist das An- und Ausschalten der Heizung sehr oft auch mit dem Smartphone möglich. Das ist nicht nur bequem, es spart Zeit und Geld und sorgt dafür, dass Sie es bereits warm haben, wenn Sie aus der Arbeit nach Hause kommen.

4. Wärme korrekt regulieren

Welche Wohlfühltemperatur haben Sie? Machen Sie sich bewusst, dass jedes zusätzliche (und womöglich unnötige) Grad im Raum bares Geld kostet und die Umwelt belastet. Rohstoffe sind kostbar und sollten auch so behandelt werden.

Selbstverständlich ist es weder Sinn noch Zweck, dass Sie in Ihren eigenen vier Wänden frieren. Wir halten es jedoch auch für unnötig, im Winter mit T-Shirt und kurzer Hose bei einer Raumtemperatur von 25 Grad auf dem Sofa zu liegen. Langärmlig und mit kuscheliger Decke ist´s doch sowieso viel gemütlicher.

Für jeden Raum existieren empfohlene Temperaturen (beispielsweise 18 Grad im Schlafzimmer, 20 oder 21 Grad im Wohnzimmer), die man sich gerne aus Eigeninteresse einmal durchlesen kann. Daran halten brauchen Sie sich deshalb natürlich nicht – jeder Mensch ist schließlich verschieden. Die Empfehlungen helfen Ihnen jedoch, das eigene Heizverhalten kritisch zu hinterfragen und ggf. anzupassen.

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5. Richtiges Lüften spart bares Geld

Gehört haben wir davon sicherlich alle schon einmal: Besser ordentlich Stoßlüften, als das Fenster lange kippen.

Lüften ist wichtig: Gerade im Winter bei der trockenen Heizungsluft werden wir schneller müde, die Schleimhäute und die Haut sind ausgetrocknet (Erkältungsgefahr) und generell schnappt man weniger frische Luft als an warmen Tagen. Daher gilt: ein paar Mal täglich für rund fünf bis zehn Minuten alle Fenster aufmachen und für einen guten Durchzug sorgen. 

6. Stromfresser ersetzen

Beinahe jeder von uns hat noch ein uraltes Elektrogerät im Haus, das sehr viel Strom verbraucht. Handelt es sich hierbei um ein ständig betriebenes Gerät wie beispielsweise die Gefriertruhe, den Kühlschrank, den Herd oder die Waschmaschine sollten Sie sich ein neuwertiges und wesentlich verbrauchsärmeres Exemplar anschaffen.

Tipp: Gerade Gefriertruhen- und schränke laufen oftmals auf Hochtouren. Drehen Sie selbige in der Temperatur lieber etwas nach unten und tauen Sie sie öfter ab. Das gleiche gilt natürlich auch für den Kühlschrank.

7. LEDs statt Glüh- und Energiesparlampen

Ersetzen Sie – soweit noch nicht geschehen – Ihre alten Glühlampen unbedingt durch energiesparende LEDs. Auch Energiesparlampen brauchen mehr Strom und werden in ihrer Helligkeit zudem oftmals als zu dunkel empfunden. Um Ihnen die Einsparung etwas anschaulicher zu gestalten, möchten wir Ihnen folgende Graphik nicht vorenthalten:

Beeindruckt? LEDs gibt es mittlerweile für beinahe jede Fassung und in jeder gewünschten Helligkeit. Damit leuchten Sie Ihre Räume perfekt und modern aus und sparen dabei bares Geld.

Ersetzen Sie unbedingt Ihre alten Leuchten durch energiesparende LEDs.
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8. Geräte ganz ausschalten

In den meisten deutschen Haushalten sind sämtliche elektrische Geräte wie Fernseher, Stereoanlage, Radio usw. auf Standby geschalten. Das mag einem als „aus“ erscheinen – ist es aber nicht. Bitte trennen Sie diese Geräte daher ganz vom Stromnetz, nur so wird keine Energie unnötig verbraucht.

9. Ökologisch wirtschaften

Manchmal braucht man lediglich einen kleinen Denkanstoß, um anschließend aus Eigeninitiative ökologischer zu handeln. Hier einige Kleinigkeiten, die ebenfalls Ressourcen schonen:

  • Baden Sie häufig? Vielleicht können Sie ab und an statt einem Vollbad die Dusche nehmen: Das spart Wasser und Heizkosten
  • Sie kochen und backen gerne? Nutzen Sie die Nachwärme des Ofens für weitere Speisen
  • Das Wetter ist schön, die Sonne lacht oder ein kräftiger Wind bläst? Hängen Sie Ihre frische Wäsche auf die Wäscheleine nach draußen und lassen Sie sie von den natürlichen Gegebenheiten trocknen.
  • Verwenden Sie wiederaufladbare Akkus statt Batterien
  • Schließen Sie die Rollläden (sofern vorhanden), das spart an sehr kalten Tagen zusätzliche Energie

Fazit: Die eignen Energiekosten nachhaltig zu senken ist kein Hexenwerk. Wer ein paar Kleinigkeiten beherzigt und wahre Energiefresser durch Neuerungen ersetzt, spart langfristig jede Menge Geld und hält seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck bedeutend kleiner.

 

2 Kommentare

  1. Guter Artikel. Das richtige Abdichten von Fenster und Türen ist nicht zu unterschätzen. Am besten verwendet man dazu Silikonkautschuk.

  2. Hallo zusammen,
    dies ist ein sehr informativer Artikel.
    Über diese Thematiken habe ich oft nachgedacht.
    Es ist schwer gute Infos im Internet darüber zu finden.
    Dies wird mir bei meiner Recherche zu dieser Materie bzgl. Energiesparen sehr weiterhelfen.
    Vielen Dank dafür.

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